Webseiten für Maler und Malerbetriebe

Malerarbeiten erkennt man am Ergebnis. Webseiten für Maler sollten dieses Ergebnis zeigen, sauber nach Leistungen sortiert und mit einem Anfrageweg, der nicht mehr verlangt als nötig. Hier liest du, worauf es dabei ankommt und wie ein Konzept dafür aussehen kann.

Malerin streicht in einem Altbauzimmer mit Stuck eine Wand mit der Farbrolle in Salbeigrün, der Boden ist mit Vlies abgedeckt
Bildsprache

Warum Farbfächer wenig über deinen Betrieb verraten

Viele Webseiten von Malerbetrieben sehen sich zum Verwechseln ähnlich: ein aufgefächerter Farbfächer, ein Eimer, eine Rolle an einer weißen Wand. Diese Bilder sind nicht falsch, aber sie sagen nichts. Sie könnten auf jeder anderen Malerseite stehen, und genau so werden sie auch wahrgenommen.

Wer einen Maler sucht will wissen, wie deine Arbeit aussieht. Sind die Kanten sauber? Wie wirkt eine Fassade nach dem Anstrich? Wird ordentlich abgeklebt und abgedeckt? Das zeigen nur Fotos aus deinen eigenen Projekten. Ein gut ausgeleuchteter Flur nach dem streichen sagt mehr als zehn Bilder aus einer Bilddatenbank.

Eine Webseite für Maler braucht deshalb vor allem echte Bilder, gut sortiert. Der Text ordnet ein, erklärt Unterschiede und führt zur Anfrage. Bei der Gestaltung darf es ruhig etwas farbiger zugehen als bei anderen Gewerken. Schließlich ist Farbe dein Werkzeug.

Projektgalerie

Die Projektgalerie nach Leistungsart sortieren

Eine Galerie, in der Wohnzimmer, Fassade und Treppengeländer bunt gemischt sind lässt Besucher suchen. Wer eine Fassade streichen lassen will interessiert sich nicht für Tapeten. Besser ist eine Galerie mit Filtern oder Unterseiten nach Leistungsart, etwa:

  • Innenräume und Treppenhäuser
  • Fassaden
  • Lackierarbeiten an Türen, Fenstern und Geländern
  • Böden
  • dekorative Techniken wie Spachtel- oder Kalkputz

So findet jeder schnell Bilder, die zu seinem Vorhaben passen. Im Designkonzept weiter unten siehst du, wie solche Filter aussehen können.

Fotos, die sich lohnen

  1. bei Tageslicht fotografieren, Deckenlicht aus
  2. den ganzen Raum zeigen und dazu ein Detail
  3. vor dem Einräumen der Möbel fotografieren
  4. Fassaden vorher und nachher aus dem gleichen Winkel
  5. ein Satz pro Bild: Raum, Leistung, Besonderheit

Mit dem handy geht das gut, wenn die Linse sauber ist und das Bild gerade. Eine Jahreszahl am Projekt hilft übrigens auch, denn sie zeigt Besuchern, dass dein Betrieb laufend arbeitet und die Galerie gepflegt wird.

Leistungen

Leistungen verständlich unterscheiden

Für Laien sind Lasur und Lack, Dispersion und Silikat erst einmal nur Begriffe. Eine kurze Einordnung pro Leistung hilft bei der entscheidung und zeigt, dass du weißt, wovon du sprichst. Die Zeilen unten sind Beispiele, nicht jeder Malerbetrieb bietet alles an.

Beispiele für Leistungen eines Malerbetriebs
LeistungWorauf Kunden achtenWas die Seite zeigt
Innenräumesaubere Kanten, wenig Schmutz, verlässlicher ZeitraumFotos fertiger Räume, Ablauf mit Abdecken und Aufräumen
FassadeHaltbarkeit, Farbwahl, GerüstVorher-Nachher-Bilder, Farbtöne aus echten Projekten, Hinweis auf die Prüfung des Untergrunds
Lackier­arbeitenglatte Oberflächen, passender FarbtonDetailfotos von Türen, Fenstern, Heizkörpern oder Geländern
BodenMaterial, Belastung, Trocknungszeitwelche Beläge du verlegst oder beschichtest, Fotos im Streiflicht
Dekorative TechnikenWirkung im RaumNahaufnahmen und Raumbilder, kurze Erklärung der Technik

Tipp: Die Tabelle lässt sich seitlich wischen.

Für deine wichtigsten Leistungen lohnen sich eigene Unterseiten, vor allem wenn Kunden gezielt danach suchen, etwa nach einem Fassadenanstrich oder nach Spachteltechnik im Wohnzimmer. Wie eine solche Seitenstruktur entsteht, beschreiben wir beim Webdesign für Handwerker. Hast du schon eine Webseite, lassen sich gute Bilder und Texte beim Relaunch deiner Webseite übernehmen.

Willst du deine Arbeit endlich so zeigen, wie sie wirklich aussieht? Schick uns ein paar Eckdaten.

Website-Projekt anfragen
Kundengruppen

Privat- und Gewerbeprojekte einordnen

Privatkunden möchten meist einen Raum, eine Wohnung oder ein Haus streichen lassen. Sie achten auf Sauberkeit, Termintreue und darauf, dass jemand zuhört, wenn es um Farbtöne geht. Gewerbekunden, Hausverwaltungen und Architekten denken eher in Flächen, Zeitfenstern und Abläufen, zum Beispiel beim Streichen von Büros außerhalb der Arbeitszeit oder bei Treppenhäusern in bewohnten Gebäuden.

Auf der Webseite lässt sich das gut trennen: eigene Einstiege für Privat und Gewerbe, mit passenden Bildern und Beispielen. Wenn du fast nur für eine Gruppe arbeitest konzentriert sich die Seite darauf. Ein Malerbetrieb, der vor allem Wohnungen für Hausverwaltungen renoviert, braucht keine Galerie voller Wohnzimmer in Trendfarben.

Betrieb

Den Betrieb glaubwürdig vorstellen

Neben den Bildern zählt der Eindruck vom Betrieb. Wer kommt ins Haus? Wie groß ist das Team? Seit wann gibt es euch? Ein Teamfoto in Arbeitskleidung, ein paar Sätze zur Arbeitsweise und klare Angaben zum Einsatzgebiet schaffen mehr Vertrauen als jeder Werbespruch.

Bei Aussagen zu Material und Nachhaltigkeit sind wir genau. Wörter wie „umweltfreundlich“ oder „schadstofffrei“ klingen gut, müssen aber stimmen und sich belegen lassen, etwa durch die Produkte, die du tatsächlich verwendest, und deren Kennzeichnung. Allgemeine Umweltversprechen können außerdem rechtlich Ärger machen. Deshalb schreiben wir lieber konkret, womit du arbeitest, als pauschal, wie grün der Betrieb ist.

Anfrage

Ein schlanker Anfrageweg

1

Was soll gemacht werden?

Eine Auswahl wie Innenräume, Fassade, Lackierung oder Boden, dazu ein freies Feld für Details.

2

Wo und wie groß?

Ort oder Postleitzahl und eine grobe Angabe wie „drei Zimmer“ oder „Einfamilienhaus, zwei Etagen“.

3

Wann?

Der Wunschzeitraum und ob die Räume bewohnt sind. Fotos sind willkommen, aber freiwillig.

Ein freiwilliges Feld für Farbwünsche ist sinnvoll, wenn du viel im Innenbereich arbeitest. Pflichtfelder halten wir im allgemeinen knapp. Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Anfragen, und vieles lässt sich ohnehin besser beim Termin vor ort klären.

Nachwuchs

Bewerbungen für Maler und Lackierer

Auch Malerbetriebe suchen Fachkräfte und Auszubildende. Wer sich bewerben will, schaut sich zuerst die Webseite an. Dabei helfen Fotos vom Team bei der Arbeit, ein ehrlicher Satz zu Arbeitszeiten und Baustellen, Angaben zur Ausbildung und ein Bewerbungsweg, der auch mit dem Handy funktioniert. Ein kurzes Formular mit Name, Telefonnummer und Wunschposition senkt die Hürde, gerade für Bewerber, die ungern lange Anschreiben verfassen. Ob du so einen Bereich brauchst entscheidest du.

Designkonzept, kein Kundenprojekt

Designkonzept für einen Malerbetrieb

Konstrakt hat für einen ausgedachten Malerbetrieb eine Startseite entworfen. Den Betrieb gibt es nicht, einen Firmennamen haben wir bewusst weggelassen. Der Entwurf und die Fotos darin sind Illustrationen, auf deiner Seite stehen dort echte Arbeiten. Ein Klick auf die Vorschau zeigt die Startseite am Desktop, weiter unten und auf dem Handy.

Farbe statt Orange
Ein gedecktes Grün als Signalfarbe für Anfrage und Navigation. Drei Farbflächen im Einstieg zeigen, dass hier mit Farbe gearbeitet wird, ohne auf ein Symbolbild zu setzen.
Galerie mit Filtern
Projekte sortiert nach Innenräumen, Fassade, Lack, Boden und Dekor. Jedes Bild bekommt eine kurze Unterschrift, etwa „Treppenhaus für eine Hausverwaltung“.
Leistungsliste
Fünf Leistungen mit je einer Zeile Erklärung. Jede führt später auf eine eigene Seite mit Bildern und Ablauf.
Anfrage in drei Schritten
Innen oder außen, Fläche und Ort, Zeitraum. Auf dem Handy bleibt eine Leiste mit Anrufen und Anfragen am unteren Rand stehen.

Weitere Entwürfe für Elektro, Dach und SHK findest du bei den Designbeispielen für andere Gewerke. Wer mit Bildern von Außenflächen überzeugen muss, findet ähnliche Gedanken bei Webseiten für Dachdeckereien und im Garten- und Landschaftsbau.

Gut zu wissen

Fragen von Malerbetrieben

Darf ich Fotos aus Kundenwohnungen zeigen?

Ja, wenn die Kunden zustimmen. Am besten fragst du schon bei der Auftragsvergabe und hältst die Zustimmung kurz schriftlich fest. Persönliche Gegenstände, Familienfotos oder Hausnummern sollten nicht zu sehen sein. Bilder aus dem Internet oder aus Prospekten von Farbherstellern verwendest du nur, wenn du die Rechte dafür hast.

Braucht jede Leistung eine eigene Unterseite?

Nicht jede. Eigene Seiten lohnen sich für Leistungen, die Kunden gezielt suchen und die bei dir einen großen Teil der Aufträge ausmachen, oft Innenräume und Fassade. Kleinere Leistungen können als Abschnitt auf einer gemeinsamen Seite stehen. Welche Suchbegriffe dafür zählen, erklären wir bei SEO für Handwerksbetriebe.

Wie gebe ich mein Einsatzgebiet an?

Mit einer kurzen Liste von Orten oder einem Umkreis um deinen Betrieb, und zwar so, wie es wirklich ist. Ein Malerbetrieb aus Bonn nennt zum Beispiel die Stadtteile und Nachbarorte, in denen er regelmäßig arbeitet. Erfundene Standorte in anderen Städten gibt es bei uns nicht.

Kann ich über die Webseite auch Auszubildende finden?

Die Webseite allein bringt keine Bewerber, aber ohne sie fehlt vielen die Grundlage für eine Entscheidung. Ein Bereich mit Infos zur Ausbildung, Fotos vom Team und einem einfachen Bewerbungsweg macht es Interessierten leichter. Wichtig ist, dass im Betrieb jemand schnell antwortet.

Malerbetriebe

Zeig deine Arbeit, nicht den Farbfächer

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