SEO-Glossar für Handwerker: 20 Begriffe erklärt

Wer sich mit der eigenen Webseite beschäftigt, stößt schnell auf Fachbegriffe. Dieses SEO-Glossar für Handwerker erklärt die 20, die für Handwerksbetriebe wirklich eine Rolle spielen: jeweils mit einer kurzen Definition, einer Einordnung und einem Beispiel aus dem Handwerk.

Du musst nicht jeden Begriff selbst umsetzen können. Es hilft aber, mitreden zu können wenn ein Dienstleister von Indexierung, Canonical oder Core Web Vitals spricht. Die Begriffe sind in fünf Gruppen sortiert, vom Inhalt über die lokale Suche bis zur Technik. Über die Übersicht springst du direkt zu jedem eintrag.

Ein Lexikon ist das hier nicht. Wir bei Konstrakt lassen weg, was für einen Betrieb mit zehn Leuten keine Rolle spielt, und wir versprechen bei keinem Begriff bessere Platzierungen.

Inhalte verstehen

Bevor es um Technik geht, steht die Frage, was Menschen suchen und was sie auf deiner Seite finden sollen. Diese vier Begriffe bilden die Grundlage für alles Weitere.

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Suchmaschinenoptimierung umfasst alle Maßnahmen, die eine Webseite für Suchmaschinen verständlich und für Suchende nützlich machen. Ziel ist nicht ein bestimmter Platz, sondern dass passende Seiten bei passenden Suchen erscheinen. Dazu gehören Inhalte, Technik und Signale von außen. Beispiel: Eine Tischlerei, die Einbauschränke nach Maß baut, bekommt dafür eine eigene Seite mit Fotos, Ablauf und Einsatzgebiet, statt das Thema in einem Satz auf der Startseite zu erwähnen. Wie wir dabei vorgehen, steht bei SEO für Handwerker.

Keyword

Ein Keyword ist der Suchbegriff, den jemand in eine Suchmaschine eingibt, oft aus mehreren Wörtern. Für Betriebe ist der Unterschied zwischen allgemeinem Gewerk und konkreter Leistung wichtig. „Dachdecker“ ist breit und hart umkämpft, „Flachdach abdichten Troisdorf“ ist eng, aber sehr konkret. Wer so sucht weiß genau, was er braucht. Eine gute Leistungsseite greift solche Begriffe im Text natürlich auf, ohne sie so oft zu wiederholen, dass die Sätze unlesbar werden.

Suchintention

Die Suchintention beschreibt, was jemand mit einer Suche erreichen will. Grob gibt es drei Absichten: sich informieren, eine bestimmte Seite finden oder etwas beauftragen. „Wie lange hält ein Holzfenster“ ist eine Informationssuche, „Fenster tauschen lassen Rheinbach“ eine Suche mit Auftragsabsicht. Für einen Fensterbauer heißt das: Ein Ratgebertext beantwortet die erste Frage, die Leistungsseite mit Anfrageweg die zweite. Wer beides auf einer Seite vermischt, bedient meistens keine der beiden Absichten richtig.

Onpage-SEO

Onpage-SEO meint alles, was sich auf der eigenen Webseite verbessern lässt: Inhalte, Seitentitel, Überschriften, interne Links, Ladezeit und technische Einstellungen. Das Gegenstück, Offpage-SEO, betrifft Signale von außen, etwa Links anderer Seiten. Für die meisten Handwerksbetriebe liegt der größte Hebel onpage. Beispiel: Ein Fliesenleger ergänzt seine Seite zu barrierefreien Bädern um Fotos, eine Erklärung zur bodengleichen Dusche und Antworten auf häufige Fragen. Bei einer neuen Seite gehört das zum Webdesign für Handwerker.

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Lokal gefunden werden

Für die meisten Betriebe zählt nicht ganz Deutschland, sondern das eigene Einsatzgebiet. In dieser Gruppe geht es darum wie Suchmaschinen einen Betrieb und seinen Ort zusammenbringen.

Local SEO

Local SEO bezeichnet Maßnahmen, mit denen ein Betrieb bei Suchen mit Ortsbezug sichtbar wird, und zwar dort, wo er tatsächlich arbeitet. Dazu gehören ein gepflegtes Unternehmensprofil, ein klar beschriebenes Einzugsgebiet und Inhalte mit echtem regionalem Bezug. Erfundene Standorte in Nachbarstädten gehören nicht dazu, auch wenn sie verlockend wirken. Beispiel: Ein Garten- und Landschaftsbauer aus Bornheim nennt die Orte, in denen er regelmäßig Gärten pflegt, und zeigt Projektbilder mit Ortsangabe, wenn die Kunden zugestimmt haben.

Google-Unternehmensprofil

Das Google-Unternehmensprofil, früher Google My Business, ist der Eintrag eines Betriebs in der Google-Suche und in Google Maps. Es zeigt Adresse oder Einzugsgebiet, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Fotos und Bewertungen. Ein Profil steht nur einem echten Betrieb an seinem tatsächlichen Standort zu, Briefkastenadressen sind nicht erlaubt. Beispiel: Ein Elektrobetrieb ohne Ladengeschäft kann seine Adresse ausblenden und stattdessen ein Einzugsgebiet angeben. Wichtig ist, dass Kategorie, Telefonnummer und Öffnungszeiten stimmen und regelmäßig aktuelle Fotos dazukommen.

NAP-Konsistenz

NAP steht für Name, Address, Phone, also Name, Adresse und Telefonnummer. NAP-Konsistenz heißt, dass diese Angaben überall gleich geschrieben sind: auf der Webseite, im Unternehmensprofil und in Branchenverzeichnissen. Abweichungen verwirren Kunden und erschweren es Suchmaschinen, Einträge eindeutig einem Betrieb zuzuordnen. Beispiel: Ein Malerbetrieb ist umgezogen, aber in drei Verzeichnissen steht noch die alte Straße. Ein Nachmittag mit einer Liste aller Einträge behebt das meistens, danach reicht ein kurzer Blick einmal im Jahr.

Suchergebnisseite (SERP)

SERP steht für Search Engine Results Page, also die Seite mit den Suchergebnissen. Sie besteht aus mehreren Bereichen: Anzeigen, einem Kartenbereich mit Unternehmensprofilen, organischen, also unbezahlten Treffern und je nach Suche weiteren Elementen wie Fragenblöcken, Bildern oder KI-Zusammenfassungen. Beispiel: Bei „Badsanierung Siegburg“ erscheinen oft zuerst Anzeigen und Karteneinträge. Ein Sanitär- und Heizungsbetrieb kann dort an zwei Stellen auftauchen: mit seinem Profil im Kartenbereich und mit seiner Webseite unter den organischen Treffern.

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Seiten klar beschreiben

Jede Seite sollte Besuchern und Suchmaschinen sofort sagen, worum es geht. Manche dieser Elemente sieht man im Suchergebnis, andere stehen nur im Code.

Title-Tag

Der Title-Tag ist der Seitentitel im HTML-Code. Er erscheint im Browser-Tab und meist als anklickbare Überschrift in den Suchergebnissen. Er sollte die Leistung klar nennen, bei Bedarf den Ort, und kurz genug sein, damit er nicht abgeschnitten wird. Suchmaschinen formulieren Titel manchmal um, ein klarer Titel bleibt trotzdem die beste Vorlage. Beispiel für eine Zimmerei: „Dachstuhl sanieren in Hennef | Zimmerei Muster“ sagt mehr als „Startseite“ oder zehn aneinandergereihte Suchbegriffe.

Meta-Description

Die Meta-Description ist eine kurze Beschreibung einer Seite im HTML-Code. Suchmaschinen zeigen sie oft unter dem Titel an, ersetzen sie aber durch einen anderen Ausschnitt, wenn der besser zur Suche passt. Sie ist kein direkter Rankingfaktor, kann aber entscheiden, ob jemand klickt. Beispiel für einen Bodenleger: „Parkett und Vinyl verlegen in Bonn und Umgebung: Beratung zu Material, Ablauf und Termin. Anfrage mit Fotos möglich.“ Versprechen wie „Platz 1“ gehören nicht hinein.

H1-Überschrift

Die H1 ist die Hauptüberschrift einer Seite. Sie benennt das Thema so, dass Besucher sofort wissen, wo sie gelandet sind. Eine H1 pro Seite reicht, darunter gliedern H2 und H3 die Abschnitte. Beispiel: Auf der Leistungsseite eines Metallbauers lautet die H1 „Geländer und Treppen aus Stahl“ und nicht „Herzlich willkommen“. Die Überschrift muss nicht wörtlich mit dem Seitentitel übereinstimmen, sollte aber dasselbe Thema benennen, damit Suchende nach dem Klick finden, was der Titel versprochen hat.

Strukturierte Daten

Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Zusatzangaben im Code einer Seite, meist nach dem Vokabular von schema.org. Sie beschreiben zum Beispiel, wer eine Seite betreibt, welche Leistung angeboten wird oder wie eine Seite in die Website eingeordnet ist. Sie müssen mit dem sichtbaren Inhalt übereinstimmen, und eine besondere Darstellung in der Suche garantieren sie nicht. Beispiel: Ein Steinmetz hinterlegt Name, Telefonnummer und Leistungen so, wie sie auch auf der Seite stehen, und keine ausgedachten Bewertungssterne.

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Technik nachvollziehen

Technik musst du nicht selbst bauen, aber sie zu verstehen hilft im Gespräch mit Dienstleistern. Diese vier Begriffe beschreiben, wie Seiten in den Suchindex kommen und wie schnell sie sich anfühlen.

Crawling

Crawling ist das automatische Abrufen von Webseiten durch Programme der Suchmaschinen, sogenannte Crawler. Sie folgen Links und lesen Inhalte aus. Was nicht erreichbar ist, etwa weil es hinter einem Login liegt, durch Einstellungen gesperrt ist oder nirgends verlinkt wird, kann kaum verarbeitet werden. Beispiel: Ein Rollladenbauer legt eine Seite mit referenzen an, verlinkt sie aber nirgends. Erst ein Link aus dem Menü und von den Leistungsseiten macht sie für Besucher und Crawler gut auffindbar.

Indexierung

Indexierung bedeutet, dass eine Suchmaschine eine abgerufene Seite in ihren Suchindex aufnimmt. Erst dann kann sie in den Ergebnissen erscheinen. Eine gute Position ist damit nicht garantiert, und nicht jede abgerufene Seite wird aufgenommen. Seiten wie Impressum oder Datenschutz schließt man oft bewusst mit „noindex“ aus. Beispiel: Ein Raumausstatter prüft in der Search Console, ob seine neue Seite für Sonnenschutz indexiert ist, bevor er sich über ausbleibende Anfragen wundert. Beim Website-Relaunch gehört diese Kontrolle fest dazu.

Canonical

Ein Canonical, genauer ein Canonical-Tag, nennt die bevorzugte Adresse einer Seite, wenn derselbe Inhalt unter mehreren Adressen erreichbar ist, etwa mit und ohne Schrägstrich am Ende oder mit angehängten Parametern. Suchmaschinen werten das als starken Hinweis, nicht als festen Befehl. Beispiel: Die Seite eines Stuckateurs ist unter „/innenputz/“ und „/innenputz.html“ erreichbar. Mit Canonical und einer Weiterleitung auf eine Adresse bleibt klar, welche Fassung zählt, gerade nach dem Umbau einer alten Seite.

Core Web Vitals

Core Web Vitals sind drei Messwerte, mit denen Google das Nutzungserlebnis einer Seite beschreibt: wie schnell der Hauptinhalt lädt, wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert und wie ruhig das Layout beim Laden bleibt. Sie sind ein Faktor unter vielen, aber ein guter Hinweis auf Schwachstellen. Beispiel: Eine Kfz-Werkstatt lädt auf der Startseite ein unkomprimiertes Foto mit mehreren Megabyte. Auf dem Handy dauert der Seitenaufbau spürbar lange. Ein passend verkleinertes Bild löst das Problem.

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Verbindungen und Anfragen

Zum Schluss geht es darum, wie Seiten miteinander und mit dem Rest des Netzes verbunden sind, wie sie auf jedem Gerät funktionieren und was am Ende zählt: die Anfrage.

Interne Verlinkung

Interne Verlinkung meint Links zwischen Seiten derselben Website. Sie führen Besucher zu passenden Informationen und zeigen Suchmaschinen, welche Seiten zusammengehören und welche wichtig sind. Sinnvoll sind Links im Text mit aussagekräftigem Ankertext statt „hier klicken“. Beispiel: Ein Maurerbetrieb verlinkt von seiner Seite zur Kellerabdichtung auf passende Projektbilder und auf die Anfrage. Wer sich für Abdichtung interessiert, findet so direkt Belege und den nächsten Schritt, ohne das Menü durchsuchen zu müssen.

Ein Backlink ist ein Link von einer anderen Website auf deine. Links von seriösen, thematisch oder regional passenden Seiten können ein Vertrauenssignal sein. Gekaufte Links oder Linktausch in großem Stil verstoßen gegen die Richtlinien der Suchmaschinen und bringen eher Ärger als Nutzen. Beispiel: Eine Glaserei wird auf der Seite ihrer Innung, in der Fachbetriebssuche eines Herstellers und in einem Bericht der Lokalzeitung verlinkt. Solche Links entstehen aus echter Tätigkeit, nicht aus einem gekauften Paket.

Responsive Design

Responsive Design bedeutet, dass sich eine Webseite an die Bildschirmgröße anpasst: Auf dem Handy stehen Inhalte untereinander, Schrift und Knöpfe bleiben gut bedienbar, am großen Bildschirm nutzt die Seite den Platz. Das ist heute Standard, weil viele Besucher mobil kommen und Google Seiten überwiegend in der mobilen Fassung bewertet. Beispiel: Wer bei einem Sanitärbetrieb wegen eines tropfenden Wasserhahns anfragt, tut das oft am Handy. Wie wir das planen, steht beim Webdesign für Handwerksbetriebe.

Conversion

Eine Conversion ist eine vorher festgelegte Aktion, die ein Besucher ausführt, etwa eine Anfrage absenden, anrufen oder eine Bewerbung schicken. Für Handwerksbetriebe ist das meist der eigentliche Zweck der Webseite, wichtiger als jede Besucherzahl. Wie oft sie gelingt, hängt von Inhalt, Vertrauen und einem einfachen Anfrageweg ab. Beispiel: Ein Treppenbauer merkt, dass kaum Anfragen kommen, seit sein Formular zwölf Pflichtfelder hat. Mit vier gezielten Feldern fällt die erste Anfrage deutlich leichter.

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Vom Begriff zur Webseite

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